Die Weihnachtsgeschichte - Nur etwas anders
Shownotes
Die Weihnachtsgeschichte. Nur etwas anders.
Sprecher/Autor: Jörg A. Pasquay Sounddesign & Produktion: Joe Rahn
In dieser besonderen Weihnachtsfolge hörst du die wohl bekannteste Geschichte der Welt – erzählt mit einem frischen Blick, einer warmen Stimme und einer liebevollen Portion Menschlichkeit. Maria und Josef suchen einen Ort der Ruhe, Teenager-Hirten stolpern voller Staunen in den Stall, und zwischen Stroh, Tieren und römischem Trubel geschieht das größte kleine Wunder der Geschichte.
Jörg A. Pasquay trägt die Erzählung mit ruhiger Tiefe und feinem emotionalem Feingefühl. Joe Rahn schafft mit seinem Sounddesign eine atmosphärische Kulisse, die Nähe, Wärme und leises Weihnachtsflair hörbar macht.
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Inhalt dieser Folge • Eine traditionelle Weihnachtsgeschichte – in moderner, herzlicher Erzählweise • Maria und Josef auf ihrem Weg nach Bethlehem • Ein überfülltes Dorf, ein Stall voller Tiere und ein stilles Wunder • Hirten, Engel und junge Stimmen voller Staunen • Ein Baby, das Hoffnung schenkt – damals wie heute
Für wen ist diese Folge?
Für Familien, für Menschen, die Weihnachten wieder fühlen wollen, für alle, die klassische Erzähltraditionen lieben – und für diejenigen, die entdecken möchten, wie vertraute Geschichten neu klingen können.
Transkript anzeigen
00:00:00: Die Weihnachtsgeschichte.
00:00:02: Nur ein bisschen anders.
00:00:06: »Hoi, Gewalt!« brummelt der Josef in seinen staubigen Bart.
00:00:11: »Diese Römer, die machen einen ganz mischugge.
00:00:14: Alles und jeden müssen sie zählen, zählen und zählen und durch die Gegend schicken.«.
00:00:20: »Hoch, Josef!« seufzte Maria sanft.
00:00:24: »Solquirinius und Augustus doch zählen lassen, soviel sie wollen.«.
00:00:28: Für mich zählt gerade nur eines, dass wir einen sicheren Ort finden, wo ich meinen Jesus zur Welt bringen kann.
00:00:36: Sie hatten sich auf den Weg gemacht aus Nazareth in Galilea und mussten nach Bethlehem in Judea, weil Josef dort herkam.
00:00:45: Aber als sie ankamen, war die Stadt so überfüllt von den Menschen, die von überall her in Israel gekommen waren, um sich in ihrer Geburtsstadt in die römischen Listen eintragen zu lassen.
00:00:56: Kein Tisch mehr im Gasthaus, kein Platz für den Esel.
00:01:00: und schon gar kein Zimmer in einer Herrberge.
00:01:03: So landeten die beiden im Stall eines freundlichen Wirtes, der Mitleid mit ihnen hatte, und so hatten sie Ruhe vor allen möglichen Leuten.
00:01:12: Und Maria brach die ihr Kind zur Welt.
00:01:16: Draußen der Trubel der Römer, überall Menschen, die sich hektisch von Soldaten durch die Gegenschicken ließen und widerwillig Befehle befolgten und drinnen, unbemerkt vom Rest der Welt, ein kleines Baby in Windeln.
00:01:30: in einem Futtertruck.
00:01:33: Maria lag gerade auf einem Strohballen, ruhte sich etwas aus von der Geburt und Josef strahlte sie an.
00:01:41: Gut gemacht, meine Taube!
00:01:43: Er hielt ihre Hand, wischte ihr eine Haarsträhne aus der Stirn und wollte gerade sagen, ruhte ich aus, meine Schöne, als die Tür aufspang und ein paar Teenager-Jungs und Mädchen hereinkamen und sie anstaunten.
00:01:58: Sie rochen deutlich nach scharf und waren ganz aufgeregt.
00:02:02: Sie waren die ersten Besucher, die kleinsten, unbedeutendsten und unbekanntesten überhaupt.
00:02:11: Josef setzte gerade an zu fragen, was macht ihr denn hier?
00:02:14: Als Mosche der Anführer der Hirtentruppe sich vor seine Schwester Rahel stellte und sagte, das ist er also.
00:02:23: Genau wie sie gesagt haben, stimmt's?
00:02:27: Rahel nickte und ging langsam zur Krippe, um sich das kleine Bündelmensch, das da lag, anzusehen.
00:02:34: Sie war verliebt auf den ersten Blick.
00:02:37: Genau wie sie gesagt haben, lächelte sie mit Tränen in den Augen ihrem Bruder und ihren Freunden zu.
00:02:46: Josef gerührt aber auch ein bisschen verwirrt, fragte sie.
00:02:50: Wie wer gesagt hat?
00:02:54: Da meldete sich Mosche wieder zu Wort, erzählte sichtlich aufgeregt und versuchte ganz feierlich zu wirken.
00:03:00: Also, also, wir waren, wir waren in der Gegend mit unseren Schafen auf der Weide und haben sie in der Nacht behütet.
00:03:06: Und da, ähm, da kam ein Engel Gottes und leuchtete mit einem Glanz.
00:03:13: Ach, so was hat die Welt noch nicht gesehen.
00:03:15: Wir zitterten alle wie die Pappeln und hatten uns schon fast versteckt, als der Engel sagte, fürchtet euch nicht.
00:03:22: Denn siehe ich verkündige euch große Freude und diese Freude wird das ganze Volk erfassen.
00:03:30: Reil erzählte weiter.
00:03:32: Ja genau, und dann meinte er, Denn euch ist heute ein Retter geboren.
00:03:36: Der ist der Messias.
00:03:38: Ihr findet ihn in der Stadt Davids.
00:03:41: Genau.
00:03:42: Und er gab uns auch das Zeichen.
00:03:45: Welches Zeichen?
00:03:47: fragte Josef erstaunt.
00:03:49: Da, dass wir ihn in Windeln gewickelt in einer Futterkrippe finden würden, flüsterte Mosche, der sich jetzt auch neben die Krippe gestellt hatte und Jesus staunend ansah.
00:04:01: Der kleine schlief und er wollte ihn auf keinen Fall wecken.
00:04:05: So friedlich und glücklich sah das Baby aus.
00:04:10: Dieses Kind, wer hätte gedacht, dass ich so tiefen Frieden und so ein Glück fühle, wenn ich ihn nur ansehe, dachte, sich Mosche im Stillen und Lächelte verträumt.
00:04:22: Oh, und dann, dann waren da auf einmal ganz viele, meldete sich eine weitere Teenie-Stimme zu Wort.
00:04:28: Eine riesige Schaf von Engeln.
00:04:30: Ich bin fast in Ohnbad gefallen, so schön waren die.
00:04:33: Und die haben gesungen und und Gott gelobt und gerufen, Herrlichkeit sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden in den Menschen seines Vohl gefallen.
00:04:43: Pummik, mir klingelt jetzt noch die Ohren, so laut und so schön war das.
00:04:49: Und dann flogen sie wieder hoch in den Himmel.
00:04:53: Eben, grinst die Mosche, der immer noch seinen Blick nicht von Jesus wenden konnte.
00:04:59: Und da haben wir gesagt, das müssen wir uns ansehen.
00:05:02: Wenn der Herr Gott uns so etwas von Engeln sagen lässt, na dann los nach Bethlehem.
00:05:07: Und hier sind wir.
00:05:10: Die Hirten, Jungs und Mädchen sahen einander an.
00:05:13: Glücklich waren sie.
00:05:15: Sehr glücklich.
00:05:17: Denn sie hatten als allererste das schönste Baby gesehen, das es je gab.
00:05:22: Sie reichten sich gegenseitig die Hände, verabschiedeten sich fröhlich und ganz leise von Maria Josef und warfen dem schlafenden Jesus noch Kusshände zu, als sie aus der Tür des Stalles gingen und sich zuflüsterten.
00:05:35: Das müssen wir allen erzählen.
00:05:40: Sie zogen durch die Straßen Betlehems und noch viel weiter und erzählten allen, die es hören wollten und auch denen, die es nicht hören wollten, was sie in dieser Nacht gesehen und gehört hatten.
00:05:52: Und alle, denen sie die Geschichte von dem Engel und der riesigen Schaf von Engeln und dem Kind erzählten, staunten, wunderten sich und fingen an, wieder Hoffnung zu fassen.
00:06:04: Schließlich hatten sie etwas vom Messias zu erzählen und den wollte jeder gerne sehen.
00:06:11: Maria hatte alles angehört und dachte viel darüber nach, während sie ihr Baby stillte.
00:06:18: Die Hirten gingen zurück zu ihren Schafen, freuten sich und konnten gar nicht aufhören zu grinsen.
00:06:24: Sie lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten und staunten immer noch weiter, dass wirklich alles so gekommen war, wie der Engel es gesagt hatte.
00:06:34: Sie waren für den Rest ihres Lebens verändert.
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