Die Wächterin der Schatten - Autoren Podcast

Shownotes

In der heutigen Episode tauchen wir tief in die atmosphärische Welt von Hassling ein. Gemeinsam mit Autor Olaf Regge und der Stimme des Hörbuchs, Eva Polik, erkunden wir die Entstehung eines Werkes, das irgendwo zwischen feinfühligem Realismus und übernatürlicher Mystik schwebt.

Themen dieser Folge:

  • Der Sprung ins Geschehen: Warum das Buch ohne langes Vorgeplänkel direkt mit einer markerschütternden Geburtsszene beginnt.
  • Die Wächter mit Samtpfoten: Welche Rolle spielen die Katzen im Leben von Luise Himmelreich? Sind sie Schutzengel, Vorboten oder lediglich stille Beobachter?
  • Autobiografische Spuren: Olaf Regge gibt persönliche Einblicke, wie viel von seiner eigenen Kindheit und seinen Erfahrungen im „Anderssein“ in der Protagonistin Luise steckt.
  • Die Magie der Stimme: Eva Polik erzählt, wie sie die emotionale Tiefe des Textes in das Hörbuch übertragen hat und warum das Cover für sie Liebe auf den ersten Blick war.
  • Schreiben als Therapie: Ein offenes Gespräch über Depressionen, Emotionen und warum ein Buch erst dann gut ist, wenn es beim Leser (und Autor) nachhallt.
  • „Die Schatten sind eigentlich die Schatten unserer Welt – unsere Gedanken und die Dinge, die uns im Leben passieren.“ – Olaf Regge

Jetzt reinhören und in eine Welt eintauchen, die leise beginnt und laut nachhallt.

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Transkript anzeigen

00:00:24:

00:00:26: Die Stille der Nacht war so schwer, dass sie fast zu einem Geräusch wurde.

00:00:31: Hassling ein kleines Dorf mit mehr als dreihundert Zielen lag tief in der Umklammerung des Sommers und selbst die Grillen schienen an diesem Abend beschlossen zu haben sich nicht zu rühren.

00:00:48: Die Luft war warm und träge wie ein feuchter Lappen und der Mond hing wie ein gelber Fleck am Sternenlosen Himmel.

00:00:56: In der Ferne klapperte ein loses Fenster im Wind.

00:00:59: Es gehörte zum einzigen Krankenhaus des Dorfes, einem Gebäude das Meer aus Geschichte als aus Mörtel bestand.

00:01:11: Die Einheimischen nannten es die alte Villa auch wenn es mit seinen abgesplitterten Fassaden und dem Geruch von Desinfektionsmitteln längst nichts edles mehr hatte.

00:01:20: Die meisten Kinder im Dorf wurden zu Hause geboren auf harten Matratzen in stickigen Schlafzimmern überwacht von Hebammen mit rupicken Händen.

00:01:29: aber Else Himmelreich war anders.

00:01:32: sie hatte sich von ihrer Mutter überreden lassen diese Nacht in der Villa zu verbringen, obwohl sie innerlich mit sich haderte.

00:01:39: Das Zimmer, in dem sie lag war klein und unpersönlich – mit einer Lampe die an der Decke baumelte und ein grelles Lichtwarf das die Schatten an den Wänden zum Tanzen brachte.

00:01:50: Else, die vierundzwanzigjährige werdende Mutter, lag keuchend auf einem knarrenden Bettmitlaken, die sich so kalt anfühlten wie die Metallgriffe des Bettes.

00:02:00: Ihre Haut glänzte vom Schweiß, ihre Haare klebten in Strähnen an der Stirn Und sie hatte das Gefühl, dass jeder Atemzug durch ihre Kehle schmürgelte.

00:02:11: Else presste die Augen zusammen.

00:02:14: Es fühlte sich anders würde ich zerreißen.

00:02:17: Du bist stark mein Kind, sagte Rosa.

00:02:19: Leise Ihre Hand fest um die von Else.

00:02:22: geklammert.

00:02:23: Noch ein bisschen dann ist es vorbei Meine Liebe, sagte die Hebamme.

00:02:28: ihre Stimme einkratzen Das gegen die stille ankämpfte.

00:02:32: Noch eine Wehe vielleicht zwei Dann haben wir's.

00:02:36: Sie sprach wie jemand der es nicht zu genau nehmen wollte Aber Rosa mit ihrer dicken, geröteten Hand noch immer um die von Elsie gekrallt wusste es besser.

00:02:46: Das Kind ließ sich Zeit – mehr Zeit als gut war!

00:02:50: Sie konnte es in der Art sehen wie Elsie ihren Kopf hin und her warf, die Augen nur halb geöffnet wie ein Boxer, der in der zwölften Runde auf den Beinen zu bleiben versucht.

00:03:02: Die Katze auf dem Fenster Sims bewegte sich zum ersten Mal.

00:03:06: Sie stand langsam auf, als ob ein innerer Takt sie dazu zwang.

00:03:10: Ihr Schwanz zog einen geschmeidigen Bogen durch die Luft und sie drehte den Kopf, um einen Moment in die Dunkelheit zu spähen.

00:03:17: Rosa folgte unwillkürlich ihrem Blick.

00:03:20: Was sah die Katze?

00:03:22: Da war nichts – nur die schwach beleuchtete Straße, die sich in die endlose Nacht wandte!

00:03:28: Der Wind raschelte leise in den Bäumen doch, sonst war alles so still wie zuvor.

00:03:34: Murmute Rosa mehr zu sich selbst als zu jemand anderem.

00:03:39: Wer geht nicht weg?

00:03:40: fragte Elsie.

00:03:41: Ihre Stimme ein heißeres Flüstern.

00:03:44: Ihre Lippen waren jetzt Spröder, die Ränder wie mit Kreide umrandet.

00:03:49: Rosa schüttelte den Kopf und tätschelte ihre Hand.

00:03:52: Niemand mein Schatz!

00:03:53: Niemand konzentriert dich.

00:03:56: doch in ihrem Inneren arbeitete etwas Ein Gedanke, ein Gefühl das sie nicht ganz greifen konnte.

00:04:04: Die Katze war da als ob sie auf etwas wartete.

00:04:08: aber auf was?

00:04:10: War sie einfach nur ein Tier, das den Geruch von Leben und Blut widderte?

00:04:15: Oder war da etwas tieferes, etwas dunkleres?

00:04:18: Rosa versuchte den Gedanken abzuschütteln.

00:04:21: Aber er blieb haften wie ein Splitter unter der Haut.

00:04:25: Elze stöhnte und Rosa beugte sich vor um ihr Haar zurückzustreichen.

00:04:29: Es war klatschnass vom Schweiß und kleine Tropfenperlten von den Enden.

00:04:35: Du machst es gut!

00:04:36: sagte Rosa sanft und streich else beruhigend über die Stirn.

00:04:40: Ich weiß nicht, ob ich das kann!

00:04:43: flüsterte Elsa ihre Stimme brüchig.

00:04:46: Doch mein Mädchen du bist stark.

00:04:49: Rosa lächelte doch sie wusste selbst nicht ob es überzeugend wirkte.

00:04:55: Die Zeit zog sich und das Licht der Lampe an der Decke flackerte kurz ein kleiner Zugstoß der die Schatten für einen Moment tanzen ließ.

00:05:05: Es fühlt sich an als würde die Zeit still stehen mummelte Elsa erschöpft.

00:05:11: Da kommt der Kopf sagte die Hebamme plötzlich, ihre Stimme jetzt fest und geerdet.

00:05:17: Sie griff nach einer Schere, die in einer Metallschale neben dem Bett lag und Rosa konnte den scharfen sterilen Geruch riechen der sich mit dem anderen undefinierbaren Duft im Raum vermischte.

00:05:29: Und dann... Plötzlich brach der Bann!

00:05:32: Ein Schrei erfüllte den Raum schrill-und hoch ein Schrei, der sich wie einen Nadelstich in die Ohren bohrte.

00:05:40: Elze sagte zurück die letzten Reste ihrer Kraft in diesen einen Moment gelegt.

00:05:47: Rosa spürte, wie sich die Finger ihrer Tochter lockerten und sie sah auf gerade rechtzeitig um zu sehen, wie die Hebamme das Kind hob ein kleines glitschiges Bündel dass sich unwillig regte.

00:06:03: Ein Mädchen sagte die Hebame ihre Augen hinter den Brillengläsern leicht verengt.

00:06:09: Sie wickelte das Kind in ein Tuch während Rosa sich vorbeugte um ihre erste Enkelinn zu sehen.

00:06:15: Ein schönes Mädchen.

00:06:18: Elsa öffnete die Augen, schwer wie Stein und starte auf das Kind – ein schwaches Lächeln huschte über ihre Lippen.

00:06:26: »Luise« flüsterte sie.

00:06:29: »Mein kleines Luischen!«.

00:06:32: Die Katze sprang plötzlich vom Fenster Semms.

00:06:36: Rosa fuhr herum doch sie konnte sie nicht mehr sehen.

00:06:41: Das Tier war in die Dunkelheit verschwunden als ob es nie da gewesen wäre.

00:06:46: Rosa spürte, wie sich ein Knoten in ihrer Brust löste.

00:06:50: Aber gleichzeitig etwas anderes zurückblieb – eine Waageunruhe die sie nicht ganz benennen konnte.

00:07:20: Begleitet wird sie von Katzen.

00:07:22: Katzen, die mehr sind als Tiere!

00:07:25: Und bei mir im Studio sind der Autor Olaf Regge und Eva Pollik, die Sprecherin, dir den Buch Ihre Stimme und Wärme leit.

00:07:34: Mein Name ist Joe Rahn.

00:07:36: Hallo ihr beiden ich begrüße euch.

00:07:39: Ja

00:07:39: hallo

00:07:41: Das hast du ja gerade schon mal sehr gut vorgelesen.

00:07:43: man war so richtig tief in der Geschichte drin.

00:07:46: Ich habe mich zurückgelehnt und hab einfach nur gedacht warum hört sich denn jetzt auf?

00:07:51: Ich hätte gerne weiter gelauscht, aber genau das sollen ja auch die Hörer dieses Podcast tun.

00:07:57: Nämlich das Buch, das Hörbuch anhören oder das Buch lesen und selbst erleben.

00:08:03: Olaf!

00:08:04: Das trägt

00:08:05: den Titel Die Wächterin der Schatten.

00:08:07: Wer ist die Wächtern?

00:08:09: Und was sind die Schatten?

00:08:12: Jaa...die Schatten, die Schatten gehe ich mal.

00:08:16: Das sind eigentlich die Schatten unserer Welt, also wirklich unsere Gedanken das Tiefe in uns.

00:08:24: Es sind die Dinge, die uns passieren im Leben... Die Wächter!

00:08:30: Die Wächterin.

00:08:34: Oberflächlich gesehen sind das die Begleiterinnen von Luise, die Katzen.

00:08:39: aber wenn man bisschen tiefer hinter die Geschichte schaut, glaub ich wird man erkennen dass es doch noch etwas anderes ist.

00:08:50: Etwas anderes.

00:08:52: spür jetzt mal ein bisschen in dein Leben rein.

00:08:54: du bist ja nicht nur Autor Du bist ja auch noch was anderes.

00:08:58: Du warst mal irgendwie ein Mensch, der mit Volt und Ampere umgegangen ist also mit Strom.

00:09:06: Und dann bist du irgendwie wechselt zu einem ganz anderen Themenfeld.

00:09:11: Welches ist das?

00:09:12: Also eigentlich genau andersrum.

00:09:14: ich bin tatsächlich Theologe, evangelischer Theologer, also Pastor wenn man so möchte

00:09:21: habe

00:09:22: das Studium komplett gemacht und beendet, gemerkt dass es doch nicht so ganz mein Weg ist.

00:09:30: Das voll beruflich zu machen bedeutet ich war nebenberuflich bzw ehrenamtlich immer in der Kirche aktiv als Pastor aber eben ohne eigene Gemeinde.

00:09:46: dann weiter eine Ausbildung als Elektromaschinen-Munter gemacht.

00:09:50: Also wirklich was Handwerkliches und damit mein Lebensunterhalt

00:09:54: verdient.".

00:09:55: Okay, etwas Handwergliches!

00:09:58: Wenn man das Buch liest oder hört kommt ja etwas.

00:10:03: du steigst ja ohne Prolog ein.

00:10:05: Du hast insofern keine Einführung.

00:10:08: Da kommt plötzlich eine Frau die so dein Kind bekommen.

00:10:11: da ist ein kleines Dorf mit drehundert Seelen ein einziges Hospital Und dann kommt plötzlich im Lesen eine Hebamme, die ganz fürchterliche Hände hat.

00:10:22: Mit Schraubstock-mäßig und mit Schmögelpapier sehr kräftig zupackend.

00:10:29: Alleine das ist etwas, dass er schüttert ein zumindest mich als ich es gelesen habe!

00:10:33: Wie kommst du zu dieser skurrilen Anfangsszene?

00:10:39: Erst einmal möchte ich eigentlich den Leser komplett aufwecken.

00:10:42: Hallo, das Buch ist da.

00:10:44: Bitte konzentrier dich jetzt!

00:10:48: Möchte den eigentlich sofort reinholen ins Geschehen und nicht mit Vorgeplänker sondern wirklich sofort in die Geschichte holen?

00:10:57: Das ist das eine.

00:10:58: Das andere ist die Frage dieser Frau.

00:11:01: ich glaube die ist gar nicht so ungewöhnlich.

00:11:03: Ich glaube schon wir sprechen hier ja... Wir sind ja kurz nach dem Krieg Arbeiterfrauen, die wirklich mit ihren eigenen Händen alles wieder aufgebaut haben.

00:11:14: und genau in dieser Zeit spielt diese Szene.

00:11:17: Und ich glaube das war eine ziemliche Normalität.

00:11:21: Diese Damen, die haben ja nicht nur den einen Beruf gemacht dass sie halt wirklich dort unterstützend waren um Kinder auf die Welt zu bringen sondern Sie haben ganz andere Sachen noch geschaffen.

00:11:31: Und diese Frauen, das waren wirklich anpackende Frauen.

00:11:34: natürlich hat ne anpackenden fraukräftige Hände.

00:11:37: Ja logisch!

00:11:39: Und auch wie ein Schraubstock und so mit Schmiddelpapier anfingern.

00:11:42: Das

00:11:43: ist fast

00:11:44: wie ein Dauer-Arbeiter, das Bild war bei mir erst mal.

00:11:48: Diese Frau wird doch nicht nur Kinder zur Welt gebracht haben oder andere Sachen zur Welt gebracht haben?

00:11:53: Definitiv!

00:11:53: Also ich glaube sie hat mehr kürze Welt gebracht als Kinder.

00:11:58: Bei den Frauen die du gerade sagst stelle dich zum Beispiel die Trümmerfrauen von früher da.

00:12:02: Die haben ja wirklich viel bewegt

00:12:04: Ganz genau.

00:12:05: Und wie gesagt, genau in dieser Zeit spielt ja auch die ersten Zehnen des Buches.

00:12:13: Jetzt ist ja dort ein Kind zur Welt gekommen bewacht von einer Katze.

00:12:17: Warum genau dieser Anfang dann?

00:12:22: Es geht so ein bisschen drum

00:12:25: um

00:12:25: zu zeigen da gibt es jemand der aufpasst.

00:12:29: Ist noch nicht ganz klar was diese Katze eigentlich zu sagen hat, was ich gerade schon sagte.

00:12:35: Es sind halt immer so ein bisschen zwischen den Zeilen kann man schon ein bisschen etwas erkennen.

00:12:43: es ist jemand da der aufpasst aufs Leben, der uns begleitet wenn du willst symbolisiert das Engel also aber schon aus der heutigen Sicht.

00:12:59: Die Katzen wurden vor vielen Tausend Jahren schon vergöttert.

00:13:03: Sie werden auch heute in vielen Haushalten vergöttern und genau diese Vergötterung, die möchte ich eigentlich damit auch zeigen.

00:13:11: Und gleichzeitig haben wir aber jemanden der auf dieses Kind aufpasst und das Kind

00:13:18: begleitet.".

00:13:21: Okay du hast ja aus solches Szene drin ein.

00:13:23: praktisch der Schrei erfüllt den Raum des Scheides des Neugeborene.

00:13:27: Das ist hier auch etwas... Ist das für dich Irgendwo so ein theologischer Zusammenhang gewesen.

00:13:33: Ja, also ganz viel Theologische Zusammenhänge sind da natürlich drin versteckt aber ich möchte das gar nicht zu sehr in die Theologie

00:13:43: ziehen.

00:13:45: Aber ja natürlich es ist versteckt.

00:13:50: In dieser ganzen Szenerie die dort ist gibt's dort auch irgendwie eine persönlichen Bezug aus deinem eigenen Leben der genau diese Szenen geprägt hat?

00:13:59: Viele zehn definitiv.

00:14:01: Also ich hab Geburt meiner eigenen Tochter halt miterleben dürfen und habe da natürlich einiges verarbeitet, aber auch sehr viele persönliche Dinge aus meinem Leben irgendwo mit eingefließen lassen in das Buch.

00:14:19: Das geht gar nicht anders.

00:14:20: also... Ich würde wirklich sagen, jeder der im Buch geschrieben hat, der weiß ganz genau sein Leben wird da drin immer irgendwo verwurschtelt.

00:14:30: Man kann sich gar nicht von frei sprechen.

00:14:32: also wenn ein Autor dasteht und sagt oh das ist alles komplett hundertprozent fiktiv und dass es nur mal im Kopf entsprungen ja aber irgendwo kommt der Kopf doch her.

00:14:43: Das stimmt.

00:14:43: Hat was mit dem Herzen zu tun auch?

00:14:45: Ganz genau!

00:14:48: Eva, wie hast du Olaf eigentlich gefunden?

00:14:51: Oder andersherum Olaf.

00:14:52: Wie hast du Eva gefunden?

00:14:54: Na da ist tatsächlich eher... wie hat Eva mich gefunden?

00:14:58: Also da geht die Frage tatsächlich in dir.

00:15:00: Das ist richtig ja!

00:15:01: Ich habe Olaf gefunden!

00:15:04: Wie hast

00:15:04: Du ihn

00:15:04: gefunden?!

00:15:05: Ich bin auf sein Buch gestoßen auf Die Wächterin der Schatten und hab ihnen einfach angeschrieben.

00:15:10: Hab gesagt Olaf lass uns ein Hörbuch machen.

00:15:16: Ah, okay.

00:15:16: In dieser Reihenfolge?

00:15:18: Als du das so das erste Mal gelesen hast ... Der Titel hat ja irgendwas bei dir bewirkt.

00:15:23: Eine Neugierde!

00:15:24: Was ist da bei dir durch den Kopf gegangen?

00:15:25: Was war in welchem Moment der Satz, wo du gesagt hast, dem muss ich anschreiben?

00:15:28: Also dazu muss ich sagen... Ich liebe Bücher und bin ein Coverkäufer.

00:15:32: Ja also das muss ich einfach dazu sagen.

00:15:34: für mich ist das Cover unglaublich wichtig Und das Cover hat mich so gemetscht Diese Düsterheit in diesem Cover Die Katze Der Titel, die Wächterin der Schatten.

00:15:48: Hört sich mega an!

00:15:50: Dann habe ich natürlich die Leseprobe gelesen auf Amazon und dachte mir okay den muss ich anschreiben das muss ein Hörbuch werden.

00:15:59: Ich mag diesen Weltenaufbau also so wie Olaf schreibt diese Umschreibung des Szene oder Ausschreibungen der Szene Also dass man einfach denkt man ist drinnen.

00:16:12: Das mag ich und das kommt ja direkt in den ersten Kapitel.

00:16:17: Ja schon vor dass er ein so richtig wie du ja vorhin auch gesagt hast da wird man einfach reingezogen Und das war bei mir auch so.

00:16:25: dann habe Ich gedacht muss ich ihn anschreiben und hoffen, dass er ja sagt?

00:16:29: und ich hatte glück und er hat ja gesagt

00:16:33: Sehr gut

00:16:36: als ja.

00:16:37: also ich muss sagen Entschuldigung.

00:16:40: Also diese Anfrage bekam es, wollte ich gerade für einen Olaf sagen?

00:16:43: Was war los?

00:16:45: Ja also tatsächlich hatte Eva mir dann so eine Hörprobe geschickt.

00:16:49: sie hatte ja eigentlich genau das was wir jetzt gerade hören durften.

00:16:55: von ihr hat sie mir dann tatsächlich geschickt und ich war geflasht.

00:16:59: also ihre Stimme die ist ja so ehrlich Sie passt ja genau zu dieser Geschichte.

00:17:08: Meine Worte damit nochmal so extrem zu unterstreichen, so schön die ganzen Bilder noch mal wirklich in Gefühle und Emotionen zu packen, die aus ihrer Stimme kommen.

00:17:23: Und genau das war es!

00:17:24: Genau das war die Sprecherin, die ich gesucht habe.

00:17:28: Eva war natürlich nicht die Erste mit die mich angeschrieben hat bin ich ganz ehrlich aber die erste wo ich sagte wow Das ist meine Stimme.

00:17:38: Sehr schön, da haben die Richtigen gemetscht!

00:17:40: Absolut, definitiv, ja?

00:17:42: Ja.

00:17:43: Eva, als du jetzt in den Moment den Zuspruch bekommen hast und angefangen dieses Buch so einzulesen... Du hast ja auch noch eine Probe weggeschickt.

00:17:50: Wie war in dem Moment oder wie hat sich das angefühlt, dass du das erste Mal eingelesen hast?

00:17:56: Ich kenne das ja auch selber, wenn ich Bücher einlese.

00:17:58: Das muss mich abholen!

00:17:59: Da klingelt es in meinem Kopf... Wie ist das bei dir gewesen?

00:18:01: Ja also wie ich schon gesagt habe, also ich fand halt einfach schon gleich von Anfang an, dass.. wie er einen abholt, wie er ihn in die Szene reinzieht, wie seine Wortwahl ist, einfach mega und das ist...ja ich hab das komplett gefühlt.

00:18:18: Also ich hab mich dann hingesetzt.

00:18:21: Also Olaf´s Kapitel sind sehr lang, muss man dazu sagen.

00:18:24: Also schon so eins zwei Kapitel an einem Rutsch durchgelesen.

00:18:28: da habe ich dann zwei Stunden oder so dran gesessen weil wie gesagt Olaf schreibt wenig Kapitel aber lange Kapitel das heißt so wenige sind es gar nicht Aber es sind auf jeden Fall immer sehr lange Kapitee So minimun eine halbe Stunde so ungefähr.

00:18:45: also es kommt zwischendrin auch mal was kürzeres vor.

00:18:48: ja und Das mochte ich einfach, weil du bist einfach komplett drinnen und kannst gar nicht aufhören.

00:18:58: Also das ist ja auch das was ihm viele Lisa schreiben wenn sie seine Bücher wirklich lesen, die können gar nicht aufführen.

00:19:07: Man muss das in einem Rutsch durchlesen oder Sie haben es in zwei Tagen durch und das ist auch einfach so man ist komplett gefesselt!

00:19:13: Man möchte wissen wie geht es weiter?

00:19:19: Aber als du das so gelesen hast, was hat dieses erste Kapitel bei dir bewegt?

00:19:24: Was spielte sich denn deinem Inneren ab.

00:19:27: Bei der Geburt jetzt allgemein habe ich natürlich die Geburten von meinen Kindern auch durcherlebt und konnte das natürlich fühlen wie Elsa da mit sich ringt und denkt oh Gott, ich schaffs dich mehr!

00:19:41: Das ist halt einfach...das spürst Du halt.

00:19:44: Das hat mich auf jeden Fall emotional abgeholt.

00:19:47: Und auch die Hebamme habe ich gefühlt, denn bei meiner ersten Geburt hatte ich so eine wundervolle Hebampe, die ich ab und zu mal im Krankenhaus gesehen hab und mir dann gehofft hatte es so hoffentlich bist du bitte nicht bei der Geburt dabei?

00:20:00: Die hatte auch geschraubt von den Finger und ich hatte glücklich... Ich hatte sie nicht bei einer Gebur dabei!

00:20:06: Aber das ist echt... Also soweit her geholt war das gar nicht von Olaf.

00:20:10: Seuche gibt's heute noch.

00:20:15: War das bei der Geburt deiner Tochter auch der Fall, Olaf?

00:20:19: Tatsächlich.

00:20:21: Nein!

00:20:31: Es war wirklich eine Dame.

00:20:33: die war kurz vom Rentenalter.

00:20:42: Sie hat nicht die kompletten Stunden, also ich muss dazu sagen meine Frau lag fast zwölf Stunden in wem.

00:20:50: Die hatte nicht die komplette Zeit die Begleitung gemacht sondern ungefähr vier Stunden.

00:20:54: dann war halt ihre Schicht vorbei.

00:20:57: aber diese vier Stunden das war schon interessant!

00:21:01: Also die Dame Mir dann so zwischendurch als ich mehr als sie merkte, dass ich selber die Kraft so langsam verloren habe.

00:21:10: Hat sie mich wirklich fast angeschrien?

00:21:12: Ich soll den Raum verlassen und endlich was essen und trinken gehen!

00:21:18: Okay...

00:21:19: Das

00:21:20: lasst mir jetzt einfach mal so stehen und wirken.

00:21:23: Ich denke mal, diejenigen, die zuhören werden ähnliche Bilder gerade im Kopf umhergehen.

00:21:29: Und ihr wird es bekannt sein.

00:21:30: Aber kommen wir hier zurück zum eigentlichen Buch.

00:21:34: Das ist natürlich auch Teil des Buches, aber klar.

00:21:36: Aber hier bei der Geburt ist ja was Interessantes.

00:21:40: Es taucht eine Katze auf und diese Katze die dort auftaucht, diese Figur die dort spielt um Luise und die Katze wie hängt die Katz da jetzt drin?

00:21:56: Das würde ich eigentlich ganz gerne nicht verraten.

00:22:00: was diese Katzen ganz genau... Ich kann nur so viel dazu sagen, dass Luise von Katzen ihr Leben lang begleitet wird.

00:22:13: Und das ist sozusagen die erste Katze in ihrem Leben und die nächste Katze wird ihr.

00:22:21: zu einem besonderen Geburtstagsgeschenk bekommt sie, die nächste Kratzer.

00:22:31: Ab dem Zeitpunkt ihrer Geburt wird sie von Katzern begleitet.

00:22:37: Okay.

00:22:39: Es ist ja trotz allem so eine Überraschung da drin, finde ich.

00:22:43: Plötzlich taucht sie dort auf... Sie ist ja bis jetzt gar nicht irgendwo aktiv gewesen diese Katze und tauchte am Fenster und sims auf und sobald die Geburt vorüber ist verschwindet sie wieder.

00:22:56: Warum hast du sie verschwinden lassen?

00:22:58: Ihre Aufgabe war erfüllt.

00:23:06: Ja, ich habe dir ja gerade schon gesagt.

00:23:10: Gehe mal von dem Blick aus.

00:23:13: diese Katzen sind Symbole für gute Geister im Allgemeinen.

00:23:19: jetzt gesagt.

00:23:20: Dieser gute Geist war halt in dem Moment da um die Gefahr der Geburt zu begleiten.

00:23:31: Luise wenn man ein bisschen weiter in diese Geschichte eintaucht stellt man ja fest ist als Kind Anders als die anderen, ja sie bleibt so mehr am Rand.

00:23:41: Ja?

00:23:42: Sie beobachtet und spürt Dinge auf.

00:23:49: Wie viel von diesem Gefühl anders zu sein nicht in das System zu passen kennst du vielleicht selbst und hast es dort adaptiert.

00:23:59: Die

00:24:00: Kindheit dieses Mädchens ist meine Kindheit.

00:24:07: Die Luise ist ganz dicht am Spektrum dran.

00:24:11: Das bedeutet, dass sie halt wirklich etwas anders ist.

00:24:16: Sie kommt wenig mit anderen Kindern klar.

00:24:21: Sie hat eine ganz eigene Sichtweise auf die Welt und das ist eine Sichtweise, mit denen andere Kinder nicht klarkommen.

00:24:31: Kinder können sehr gemein sein, sehr böse Und genau das ist das, was ich dort zeigen möchte.

00:24:38: Dieses Anderssein, was das für ein Kind bedeutet und genau das durchlebt Louise dort.

00:24:46: Genau das zeige ich hier mit ihrem Leben.

00:24:50: aber wie sie trotzdem damit klarkommt und so langsam es

00:24:55: schafft

00:24:56: dort rauszubrechen und ein in Anführungsstrichen normales Leben zu führen

00:25:03: Falls du das so gelesen hast.

00:25:06: Wie hat sich das für dich aufgebaut?

00:25:08: Ich fand es gut, dass auch eben der Olaf wie er ist jetzt sagt Gutes wusste ich natürlich nicht, dass das seine Kindheit war die er da beschrieben hat.

00:25:19: Überrascht ich das jetzt gerade.

00:25:22: Naja Es gibt halt auch einfach wirklich sehr viele Kinder die ein bisschen Außenseiter sind.

00:25:26: also Ich war jetzt auch keiner, wo ich sagen könnte.

00:25:29: Ich bin da mittendrin gewesen, sondern ich hab halt immer bisschen gegen den Strom geschwommen.

00:25:34: Also nicht so krass würde ich sagen aber... Ja!

00:25:38: Ich fand zum Beispiel nie alles toll was alle toll fanden.

00:25:41: Sondern ich fand immer grundsätzlich was anderes toll, was keiner toll fand.

00:25:46: Gibt ihr so ein Pinguin?

00:25:48: Weißt du mit dem Schild dagegen?

00:25:49: So

00:25:49: quasi ja also alles

00:25:51: wirklich

00:25:52: alle toll fand und dann ich grundsätzlich einfach schon mal doof weil es eben alle toll.

00:25:57: Also, ich war nie so mit dem Stromschwimmer.

00:26:01: Und ja also ich fand das gut weil ich wie gesagt auch von meinen Kindern und so kennen halt wie es in der Schule heutzutage abläuft ist das gar nicht so verkehrt wenn man solche Szenen auch mal mit reinbringt weil das kann man immer lesen Ja?

00:26:21: Es betrifft immer irgendwen seinen Alltag verbringt, sag ich jetzt mal.

00:26:30: Und nicht dazu gehört und auch nicht dazugehören möchte?

00:26:32: Weil Luise ist ja jetzt auch nicht so, dass sie sagt, ich möchte unbedingt dabei sein.

00:26:38: Sondern Luise gibt sich dann schon später Mühe aber eigentlich braucht sie das gar nicht.

00:26:48: Sie kommt super mit sich selber und ihren Katzen klar und ist mit ihrer Familie zufrieden.

00:26:53: Und sie braucht ja gar nicht tausend Freundes.

00:26:55: Es gibt diese Kinder die das brauchen.

00:27:00: Jetzt gibt es eine ganz spezielle Katze.

00:27:03: Minerva.

00:27:05: Welche Rolle spielt sie, Olaf?

00:27:09: Minervar ist der gute Freund für Luise.

00:27:15: Genau das was ihr sonst fehlen würde in ihrem Leben.

00:27:18: Nämlich gute Freunde, ne Person mit der sie spielen kann.

00:27:23: Eine Person die sie begleitet auf sie aufpasst ja einfach bei ihr ist.

00:27:31: Und genau das macht Minerva.

00:27:34: Auf sie aufpasst, da gibt's ja eine Szene im Buch und im Hörbuch.

00:27:40: Da geht es um eine Geschichte wo Luise zur Schule geht Eva, magst du die mal vorlesen?

00:27:50: Die anderen Kinder formten eine lebhafte Masse Ein unbändiger Strudel aus Farben- und Bewegungen der Luise wie ein Sturm vorkam den sie lieber meiden wollte.

00:28:00: Sie blieb am Rand stehen zog die Schultasche dichter an sich und ließ ihren Blick über die Szene wandern.

00:28:07: Minerva war ihr lautlos gefolgt und schlich jetzt geschmeidig auf dem Schulhof unter eine Bank, ihre Bewegungen so präzise das es wirkte als hätte sie diesen Platz schon lange auserkoren.

00:28:19: Warte hier!

00:28:20: murmelte Louise leise Ihre Stimme kaum mehr als ein Hauch während Sie sich bückte um der Katze ins Gesicht zu sehen.

00:28:29: Minerna hob den Kopf Ihre Bernsteinfarbenen Augen fing in einen Sonnenstrahlein, der sie wie flüssiges Gold leuchten ließ.

00:28:38: Der Ausdruck in diesen Augen schwer zu beschreiben, zu fassen war ruhig durchdringend und voll stiller Gewissheit.

00:28:47: Es war als wollte die Katze ihr sagen Ich bin immer hier!

00:28:51: ich bin immer bei dir.

00:28:53: Ein wohltunter Schauer lief Louise über den Rücken Und zum ersten Mal an diesem Morgen fühlte sie sich sicher Trotz der nervösen Kälte, die ihr sonst auf die Glieder lämnte.

00:29:06: In der ersten Stunde während die Lehrerin Frau Grünwald die Anwesenheit der Kinder aufschrieb bemerkte Louise etwas Seltsames.

00:29:14: Minerva war nicht nach Hause gelaufen – sie war auch nicht draußen auf dem Schulhof unter der Banke blieben.

00:29:20: Stattdessen hockte die Katze still vor dem Fenster des Klassenzimmers.

00:29:25: ein Schatten gegen das blendende Morgenlicht von dem anderen unbewergt.

00:29:29: Ihre Bernsteinfarbenen Augen fixierten Luise.

00:29:34: Was ist los mit dir?

00:29:36: Flüsterte Luise kaum hörbar, während ihr Blick an den durchdringenden Augen der Katze hing.

00:29:42: Minerva regte sich nicht – doch in diesem Moment durchzuckte ein flüchtiges aber starkes Bild ihre Gedanken.

00:29:51: «Luise!

00:29:52: Hörst du überhaupt

00:29:52: zu?!»

00:29:53: rief Jonas von der anderen Seite des Raumes und grinste sie an.

00:29:57: Luise zuckte zusammen und senkte rasch den Blick.

00:30:00: ja natürlich Doch das Bild ließ sie nicht los.

00:30:04: Die alte Holzbrücke am Dorfrand, ihre Morschenbretter die sich gefährlich über den trüben Bach spannen, das drohende Knarren von Holz unter unsichtbarer Last.

00:30:15: Minerva blinzelte langsam als wolle sie ihr eine Botschaft übermitteln.

00:30:19: – Was versuchst du mir zu sagen?

00:30:23: Hauchte Louise Leise während sie sich unruhig auf ihrem Stuhl hin und her bewegte.

00:30:30: Es war merkwürdig, denn normalerweise mochte Louise den Umweg über die alte Brücke.

00:30:35: Nach der Schule nahm sie oft diesen Weg nach Hause weil er sie in eine kleine Welt voller Abenteuer führte.

00:30:42: Der Bach unter der Brücke war seicht und klar mit zillbrick glitzenden Kieseln, die das Sonnenlicht spiegelten.

00:30:49: Am Ufer wuchsen Bilderblumen und ab und an erspähte Louise Frösche, die im Wasser still verharrten oder Libellen, Es war ein Ort, an dem sie sich sicher fühlte – als ob die Zeit dort langsamer verging.

00:31:08: Doch das Bild, dass jetzt vor ihrem inneren Auge auftauchte, war alles andere als friedlich!

00:31:14: Es war dunkel, schwer und das Knarren des Holzes halte in ihrem Kopf nach, als wäre es eine Warnung.

00:31:21: Das Bild war so klar und bedrückend, daß Louise unwillkürlich zusammenzuckte und die Feder in ihrer Hand zitterte.

00:31:28: Es war nicht nur ein flüchtiger Gedanke gewesen.

00:31:31: Es hatte sich angefühlt wie eine unmissverständliche Warnung, direkt in ihr Bewusstsein gelegt mit einer solchen Dringlichkeit das Ihr Herz einen Moment aus dem Takt geriet.

00:31:43: Der Umweg über die alte Brücke hatte für Louise stets etwas Verlockendes gehabt.

00:31:48: Nach der Schule war es ihr Geheimabfahrt ein stilles Abenteuer fern ab der Hauptstraße.

00:31:55: Ich liebe diesen Ort!

00:31:57: hatte Siminerva einmal zugeflüstert, als sie am Bach saß und die Kieselsteine durch ihre Finger gleiten ließ.

00:32:04: Es ist, als ob die Zeit hier still steht!

00:32:08: Doch das Bild, dass jetzt vor ihrem inneren Auge aufstieg, hatte all diese friedliche Magie hinweggefegt.

00:32:16: Es war also, hätte jemand die Farben aus dem Ort gesogen und ihnen eine bedrohlichen Schatten gehüllt – «Geh nicht dort entlang, Luise», schien eine Stimme in ihrem Kopf zu flüstern.

00:32:28: Sie hob langsam den Blick zu Minerva, die immer noch vor dem Fenster saß – ihre Augen dunkel wie flüssiger Bernstein.

00:32:35: Nicht heute!

00:32:36: Nicht diesen Weg!

00:32:40: Am nächsten Morgen wachte Louise viel früher als gewöhnlich auft.

00:32:46: Die Luft war schwer und drückend Wie kurz vor einem Gewitter Und ein seltsames Schweigen lag über dem Haus Als ob die Wände etwas zurückhalten wollten.

00:32:56: Beim Frühstück saß die Familie stumm um den Tisch Bis Wilhelm schließlich sprach, die alte Brücke.

00:33:04: Begann er, seine Stimme war rau und klang müde – sie ist eingestürzt!

00:33:10: Der Regen hat sie in der Nacht mitgerissen.

00:33:14: Luise legte vorsichtig ihre Gabel ab, die ihren Händen plötzlich zu schwer geworden war.

00:33:21: Ich wusste

00:33:22: es,

00:33:23: flüsterte sie, ihre Stimme kaum mehr als ein Hauch, mehr zu sich selbst als zu den anderen….

00:33:33: Die Katze greift hier zum ersten Mal aktiv ein.

00:33:38: Oder?

00:33:39: Greift sie wirklich

00:33:40: ein?

00:33:42: Ist eine Frage an dich, greift sie ein?

00:33:45: Die Folterlöse

00:33:46: zur Schule sitzt vor dem Fenster legt ihr ein Bild in den Kopf würde ich mal so sagen Ja und dann ist ja die Katze in dem Moment nicht nur mehr nur Beobachterin von außen sondern Sie wird ja irgendwie zu Beschützerin.

00:33:56: also einen eingreifen.

00:34:00: Vielleicht das vielleicht aber auch Ein Kind, was ständig gewarnt wurde, gehe nicht zu dieser Brücke.

00:34:08: Gehe nicht drüber!

00:34:09: Ein Kind was in dem Moment darüber nachdenkt eine Katze die da gerade zufällig sitzt und am nächsten Tag hört sie die Brücke ist eingestürzt.

00:34:22: Hm, Beschützerin war doch wohl dann richtig?

00:34:26: Ja... Vielleicht?

00:34:29: Vielleicht auch nicht.

00:34:32: Ich hab

00:34:41: das genauso gefühlt wie du.

00:34:43: also ich hatte auch das Gefühl die Katze hat sie gewarnt, die Katzer hat ihr gesagt geh nicht dorthin!

00:34:51: Ja,

00:34:52: also ich sehe das genau

00:34:53: so aktiver Eingriff.

00:34:54: Olaf?

00:34:54: Wir haben dich überstimmt!

00:35:00: Lass die Szene so wie sie ist aber... Ich bin gespannt was die Zuhörer dazu sagen.

00:35:07: Es muss auch vom

00:35:08: Motting hinaus laufen.

00:35:11: Also es ist schon so beabsichtigt von mir geschrieben dass es der Eingrifft der Katze ist.

00:35:16: Aber es geht mir halt darum eigentlich klar zu zeigen und Leute, es geht hier nicht um was extrem Übernatürliches sondern über vielleicht doch natürliche Dinge die sich übernatürlich anfühlen.

00:35:31: Grundsätzlich ist dieses Buch halt natürlich als übernatürlich angesiedelt und das auch gut so.

00:35:37: genauso sollt sein.

00:35:38: aber ja ganz genau Aber Es ist immer mit dem Zweifel dazwischen.

00:35:47: Ja

00:35:48: Eva In der Szene sagt Luise auf die Frage, ob alles in Ordnung sei.

00:35:53: Ja, mir ist nur ein bisschen schwindelig da lückt sie ja weil sie weiß dass sie niemand sowieso verstehen würde als du das so vorgelesen hast.

00:36:03: Einsamkeit eines Kindes.

00:36:05: werden wir von drüber gesprochen so ein bisschen Außenseiter sein nicht unbedingt mitspimmen wollen und soweit dann hat man ja schon sehr so diesen punkt wo man sagt Ich könnte mir selbst was zudichten, andere sehen mich komisch.

00:36:17: Aber viele von diesen Menschen, was ich auch aus meiner eigenen Perspektive sehe haben so eine ganz andere Antenne zum Beispiel zu einer Katze oder auch zu einem Hund, zu einem Tier auf jeden Fall mit dem sie zu tun haben.

00:36:29: und das Kind hat ja so ne Einsamkeit und es weiß etwas dass er's nicht sagen kann.

00:36:36: wie hast du das empfunden?

00:36:40: Gute Frage!

00:36:42: Wie habe ich das empfinden?

00:36:46: Sie hat halt ein kleines Geheimnis, einfach.

00:36:51: Weil wenn sie das ja teilen würde, würde jeder sie für verrückt erklären.

00:36:55: Sie weiß ja, dass die anderen ihr nicht glauben würden, wenn sie sagen würde, dass sie mit der Katze spricht oder dass sie einfach andere Gefühle hat und dass sie die Sachen anders spürt.

00:37:11: Sie ist ja ... Die Katze hat ihr nicht gesagt, dass sie Brücke einstürzen wird.

00:37:15: Genau!

00:37:16: Aber sie hatte auch alleine eine andere Beziehung zu Minerva wie wahrscheinlich keine anderen Kinder in ihrem Alter haben.

00:37:25: und das ist ja auch das was sie ja nicht äußern möchte weil sie es ja nicht blöd, sie ist ja ein sehr kluges Kind.

00:37:34: Sie weiß das, dass die anderen Kinder sie da so nicht akzeptieren würden.

00:37:38: Sie hat schon im ersten Schultag gemerkt Anders ist als die anderen Kinder.

00:37:45: Ja, definitiv!

00:37:47: Das hast du ganz bestimmt auch so ganz bewusst gezielt eingesetzt Olaf oder?

00:37:51: Ja definitiv.

00:37:52: also gerade diese Gefühle Die Luise dort hat und wie sie halt merkt wie die anderen kinder agieren Dieses feinfühlige das war mir ganz ganz wichtig das einzubauen

00:38:09: Eva Du als in dem moment Zwar als Lesende, vorlesend aber auch als Hörerin deines eigenen gesprochenen Wortes.

00:38:19: Du spürst ja im Text da ist was Spirituelles etwas Übernatürliches, etwas Zwischen Himmel und Erde.

00:38:25: oder ließ das sich eher wie so eine universale Geschichte über Liebe und Verlust?

00:38:31: Nee, das liest sich natürlich schon ganz anders.

00:38:33: du spürts zwischen jeder Zeile dass was mitschwingt.

00:38:38: also okay

00:38:39: So ging's mir zumindest.

00:38:40: Also ich kann ja nur aus meiner Sicht reden und... Ich finde, es schwingt die ganze Zeit was unterschwellig mit.

00:38:48: Einfach mehr als das, was gelesen wird oder mehr als dass, was da steht.

00:38:56: Aber das ist bei Olaf Büchern immer so.

00:39:01: Das ist irgendwie so, dass ... Da ist mehr dahinter!

00:39:07: Man liest nicht nur, also manchmal liest man ja ein Buch durch und dann sagt man okay war schön toll fertig.

00:39:14: Aber das Buch regt einen zum Nachdenken an.

00:39:20: Das ist mir auch ganz wichtig als Bücher sollen zum Nachdecken anregen.

00:39:24: Sie sollen wenn ich die letzte Seite gelesen habe nicht sofort weg sein sondern sie soll nachhallen.

00:39:30: das ist mir ganz ganz wichtig.

00:39:35: Die Katze sitzt am Rand einer Lichtung Während der Vater spricht.

00:39:43: Sie sagt dabei nichts, sie tut nichts aber sie ist da!

00:39:46: Der Vater sagt du wirst nicht allein sein.

00:39:49: ja und die Mirjof Ziller isst die Einlösung dieses Versprechens?

00:39:54: Das wollen wir mal gerade hören denn es gibt hier eine Szene im Buch in der alles zusammenkommt Verlust, Trost Frage ob die Menschen die wir verloren haben wirklich weg sind.

00:40:04: Eva liest doch bitte mal die Traumszene vor.

00:40:09: Louise schmunzelte und nahm einen weiteren Löffel.

00:40:12: Sie wusste, dass es eine Weile dauern würde bis sie sich hier wirklich zu Hause fühlen würde.

00:40:17: Aber in diesem Moment in dieser kleinen Küche mit dem Geruch von Brühe und frischen Brot in der Luft füllte sie sich zumindest nicht ganz allein.

00:40:26: Nachdem Essen räumte sie ruhig auf stellte die Schale in die kleine Spüle und ließ lauwarmes Wasser darüber laufen.

00:40:33: Der Raum war noch immer erfüllt vom Aroma der Suppe und irgendwo tief in ihrem Inneren fühlte sie eine sanfte Zufriedenheit.

00:40:40: Ein Gefühl, das sie lange nicht mehr gespürt hatte.

00:40:45: Sie rieb sich die Arme, spürte die Müdigkeit, die ihr langsam in die Knochen kroch.

00:40:50: Mit einem leichten Seufzen trat sie ins Wohnzimmer, dass gleichzeitig auch ihr Schlafzimmer war.

00:40:55: Die Clubcouch stand noch im Zustand des Tages – ein einfaches aber bequemes Möbelstück, das mit wenigen Handgriffen zu einem Bett wurde.

00:41:05: Sie zog die Decke herunter legte das Kissen zurecht und faltete die Matratze aus.

00:41:10: Das Bett war einfach, aber es war ihres.

00:41:14: Meo Zilla sprang lautlos auf das Ende der Matratse und machte es sich dort bequem als wäre das die selbstverständlichste Sache der Welt.

00:41:23: Na schön!

00:41:24: Wenigstens bist du nicht wählerisch, Momente Louise.

00:41:27: und strich ihr über das weiche Fell.

00:41:32: Sie zog sich ihren Schlafanzug über, streckte sich einmal und legte sich dann ins Bett.

00:41:37: Das Licht der Straßenlaterne fiel durch die dünnen Vorhänge und warf sanfte Muster an die Decke.

00:41:42: Mit einem tiefen Atemzug schloss sie die Augen.

00:41:48: Der Schlaf kam schnell, doch mit ihm auch die Träume.

00:41:52: Sie war nicht mehr in ihrer Wohnung.

00:41:54: Stattdessen stand sie in einem nebligen Wald – die Luft roch nach Moos-und feuchtem Holz.

00:42:00: Vor ihr war eine Lichtung ….

00:42:02: Und in der Mitte saß ein Gestalt, deren Konturen sich in der Dämmerung auflösten!

00:42:08: Es war eine bekannte Gestalt, eine die sie nicht mehr sehen sollte.

00:42:16: Ihre Stimme war leise – fast ein Flüstern!

00:42:19: Doch die Gestalt hob den Kopf und lächelte.

00:42:23: «Louise?» Seine Stimme klang genau wie früher warm und beruhigend.

00:42:30: «Du machst das gut.».

00:42:33: Sie spürte, wie ihr die Kehle eng wurde.

00:42:36: «Ich vermisse dich.».

00:42:39: Er nickte und stand auf.

00:42:41: «Ich weiß aber ich bin hier.».

00:42:44: Ich werde immer hier

00:42:45: sein.".

00:42:47: Sie wollte näher treten, doch ein Gefühl hielt sie zurück als ob sie eine Grenze nicht überschreiten dürfe.

00:42:55: Ihr Vater schien das zu verstehen.

00:42:57: er deutete auf einen schmalen Fahrt der sich durch die Bäume schlängelte.

00:43:02: »Du hast noch viel vor dir Luise aber du wirst nicht allein sein«.

00:43:08: Hinter ihr bewegte sich etwas – sie drehte sich um und sah Mio Zilla, die am Rand der Lichtung saß und sie aufmerksam ansah.

00:43:16: Ihre Augen schimmerten wie flüssiges Bernstein im dämmerigen Licht.

00:43:21: Als Louise sich wieder umdrehte, war ihr Vater fort.

00:43:25: Der Nebel hatte ihn verschluckt – doch seine Worte halten noch in ihr nach!

00:43:30: Sie spürte ein eigenartiges Gefühl der Ruhe auch wenn ihr Herz schmerzte.

00:43:37: Am nächsten Morgen wachte Louise früh auf.

00:43:39: Das gedämpfte Licht der Morgendämmerung drang durch die dünnen Vorhänge.

00:43:43: Mozilla hatte sich an ihre Füße gekuschelt und schnurrte leise.

00:43:47: Luise streckte sich und ließ die letzten Reste der Nacht hinter sich.

00:43:51: Ein neuer Tag, ein neuer Abschnitt in ihrem Leben.

00:43:58: In dieser Szene begegnet Luise ihrem toten Vater im Traum.

00:44:01: Das heißt wir erfahren in der Geschichte das der Vater eigentlich gestorben ist.

00:44:06: Und Meo Zilla ist dabei am Rand aber beobachtend.

00:44:09: Der Vater sagt du wirst nicht allein sein!

00:44:12: Ist es dass der Vater das verspricht oder die Katze?

00:44:19: Ja, gute Frage.

00:44:21: Die stelle ich dir gerade.

00:44:25: Jetzt gebe ich die typische Autor Antwort.

00:44:31: Das ist die Frage, wie alle vielleicht sogar noch nach dem Lesen des Buches begleiten könnten?

00:44:41: Der Vater leuchtet ja auf einen Fahrt den Luise gehen soll.

00:44:44: Aber es gibt eine Grenze, die nicht überschritten werden darf.

00:44:46: Ja, ist das für dich in den Moment ein Bild?

00:44:49: Für die Grenze zwischen Leben und Tod oder für etwas anderes.

00:44:53: Das ist genau diese Grenze, dass es die Grenzen zwischen Leben- und Tod... ...das ist vielleicht die Grenz zwischen Traum und Wirklichkeit.

00:45:02: Vielleicht ist das die Grenzer aber auch von der Katze was sie sagen darf und nicht.

00:45:10: Eva wie hast du das empfunden als du's gelesen hast?

00:45:14: Ja, schon genau so dass das einfach die Grenze ist, die man als Leben da nicht überschreiten darf.

00:45:21: Man redet ja auch so oder man hört von diesen Menschen, die ja schon mal kurz tot waren und wieder zurück kamen und die sprachen alle von dieser einen Grenze über die sie nicht drüber durften und dann doch wieder zurückgeschickt wurden.

00:45:39: Und so habe ich das auch gefühlt.

00:45:43: Und die Katze soll sie dann, also so hatte ich das verstanden auf dem weiteren Weg begleiten oder beobachten oder behilflich sein.

00:45:54: Das erfährt man dann im

00:45:58: Buch.

00:46:00: Genau!

00:46:01: Das ist ja auch genau das was dahinter auch der Fantasie als Reflexion des Hörers und Lesers hier überlassen bleiben soll.

00:46:09: Da hat jeder seine eigenen Erfahrungen.

00:46:11: Es ist ja auch ein mystisches Buch, wo man sagt, was passiert da jetzt ganz genau?

00:46:16: Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

00:46:21: Wir haben gerade nur einen kleinen Teil des Buches gestreift.

00:46:26: Wir reden nicht von einem Buch, es ist eine Trilologie, da kommt noch mehr... Aber ich denke mal, wir haben jetzt hier schon etwas geschaffen.

00:46:34: Wo wir demjenigen, der das Buch bisher noch nicht kannte natürlich auch etwas jetzt gerade so mitbekommen wo er sagt wow!

00:46:42: Ich glaube dass muss sich auf jeden Fall lesen denn da ist ja noch mehr drin.

00:46:45: Denn nachdem was jetzt wir gerade ein bisschen verraten haben passiert ja noch viel viel viel mehr Olaf, oder?

00:46:53: Oh ja.

00:46:54: Eva,

00:46:56: los!

00:46:56: Ein bisschen

00:46:56: dürft ihr noch erzählen, aber nur ein bisschen.

00:46:58: Ja

00:46:58: auch zwischendrin passiert schon sehr viel.

00:47:00: also das war ja ein großer Sprung wie.

00:47:03: wir waren jetzt auf Seite fünf und achtzig Jahr schon.

00:47:07: Also da passiert einiges.

00:47:14: Wir haben zweieinhalbundfünfzig Seiten, also da ist noch eine Menge drin.

00:47:18: Ein Leben ist ja auch so Das ist ja gerade erst ausgezogen.

00:47:22: Also es ist wirklich...

00:47:24: Und das geht bis zum Ende, haben wir am Anfang schon

00:47:28: gehört?

00:47:29: Wir dürfen nicht vergessen, Katzen haben wieviel Leben?

00:47:33: Ja!

00:47:37: Da hat jemand mitgesagt.

00:47:39: Richtig da geht's noch ein bisschen mehr.

00:47:43: Da kommt auch noch eine Urgroßmutter die damit rein spielt wo es in einem Katzengeneration geht und so weiter um so ein bisschen zu spoilern.

00:47:52: Und das Buch endet ja auch mit einem Aufbruch von Luisa.

00:47:55: Aber mehr wollen wir gar nicht verraten, weil ihr wollt es ja auch erlesen.

00:47:58: So würde ich das jetzt mal zum Ende bringen wollen für heute!

00:48:02: Es gibt ja noch den zweiten Band wo wir dann auch gerne drüber sprechen möchten.

00:48:06: oder Olaf?

00:48:08: Sehr sehr gerne siehst

00:48:09: du okay.

00:48:12: Für wen genau hast Du diese Trilogie geschrieben wirklich geschrieben?

00:48:21: Für mich?

00:48:31: Nein, schreiben ist für mich erst einmal Therapie.

00:48:36: Ich habe leider das Problem unter extremen Depressionen zwischendurch zu leiden Und für mich ist tatsächlich schreiben eine Therapie, um immer schön in der Mitte für mich zu bleiben.

00:48:49: Das ist erst einmal meine Therapiarbeit für mich.

00:48:52: und ja das daraus noch interessante Bücher vielleicht entstehen die andere lesen und sich drüber freuen da was lesen zu können um so schöner

00:49:01: definitiv.

00:49:01: Da möchte ich gerne nochmal kurz etwas dazu sagen und ich finde eben dass es auch das man fühlt wenn man Olaf's Bücher liest, dass er einfach auch andere Seiten erlebt hat in seinem Leben.

00:49:15: Und das ist das, was ich mein, was so immer zwischen den Zeilen durchschwingt.

00:49:21: also er hat einfach eine Macht die er in seinen Worten verarbeitet und auch ein Gefühl und es geht so tief in einen rein.

00:49:36: Das holt einen einfach ab und das kann nicht jeder Autor.

00:49:43: Das können sehr wenige, würde ich behaupten.

00:49:45: Und das ist das was weswegen seine Bücher auch so wundervoll sind und so schön zu lesen sind und einfach wirklich unglaublich toll für mich zum Einlesen sind.

00:50:01: Ich habe tatsächlich das öfters... ich hab letztens eine E-Mail bekommen von einer Leserin.

00:50:06: die hat mir tatsächlich geschrieben Olaf!

00:50:09: Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe bei keinem Buch so oft geweint beim Lesen, wie bei deinem.

00:50:16: Und trotzdem konnte ich es nicht beiseite lesen und musste

00:50:19: weiterlesen.".

00:50:20: Das ist eigentlich ... Ja!

00:50:24: Es hört sich traurig an aber im Andersrum, das ist ein Kompliment höchsten Grades

00:50:30: für mich.

00:50:30: Und weinen reinigt Olaf?

00:50:32: Du musst das so sehen.

00:50:33: Viele Leute trauen sich heutzutage überhaupt nicht mehr zu weinen.

00:50:38: Aber weinen ist eine Emotion die ist ganz wichtig und wird heute so unterdrückt.

00:50:44: Das darf nicht sein.

00:50:46: Ich finde, das sollte auch rauskommen und das ist eben auch was ich meinte, was man so fühlt in deinen Büchern.

00:50:51: Man fühlt die Fröhlichkeit!

00:50:52: Man fühlt aber auch die Angst den Verlust.

00:50:55: Man...man fühlt es einfach alles?

00:50:59: Ja, ich spiel sehr extrem mit Emotionen.

00:51:02: also ich lasse die Charaktere halt nicht nur in einer Emotion sondern wirklich lebendig in allen möglichen Emotonen durchlaufen.

00:51:09: Und ich glaube da spüren tatsächlich die Leser garst

00:51:13: du überreicht.

00:51:13: Also ich habe es sehr

00:51:16: gespürt.

00:51:16: Genau so

00:51:17: jetzt stehen, genau so lassen wir uns jetzt stehen und wirken.

00:51:21: Olaf, Eva, ich danke euch beiden für dieses fantastische Erlebnis gerade ja das zu hören wie Olaf sich manchmal auch ein bisschen gewunden hat um irgendwas breites zu geben.

00:51:34: Wir müssen noch ein bisschen mehr bohren.

00:51:38: Wirklich sehr, sehr guter Art und Weise das vorzulesen.

00:51:42: Und auch in Emotionen zu packen, sodass man zuhören möchte.

00:51:45: Und dass man einfach erwartet, okay was kommt als Nächstes?

00:51:49: Dankeschön!

00:51:50: Vielen

00:51:51: vielen lieben Dank auf alle Fälle für die Einladung war richtig klasse bei dir.

00:51:55: Bis

00:51:55: zum nächsten Mal.

00:51:56: auf jeden Fall verspreche ich euch so schnell es geht wird's eine Variante zwei geben.

00:52:01: Eine Folge zwei und zwar mit dem zweiten Teil der Theologie.

00:52:05: Bis dahin.

00:52:06: Ja,

00:52:06: sehr schön!

00:52:07: Bis dann.

00:52:08: Tschüss.

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